GRUNDZUGE


Die Grundzüge der Osteopathie entstanden aus folgenden Beobachtungen:

Der Körper bildet eine biologische Einheit
Das unteilbare Sein des Körpers in seiner Gesamtheit ist ein Grundpfeiler der Osteopathie. Die Einheit des Körpers zeigt sich in dessen physischen und psychischen Funktionen sowohl im gesunden wie auch im kranken Zustand. Dabei befindet sich der menschliche Organismus in einer ständigen Wechselwirkung mit seiner Umgebung. Die Struktur und die Funktion bedingen sich wechselseitig.

"Die Struktur lenkt die Funktion und die Funktion formt die Struktur." (A.T.Still).
Veränderungen der Struktur bewirken Veränderungen der Funktion und umgekehrt. Die Osteopathie nutzt die gegenseitige Abhängigkeit von Struktur und Funktion in der Diagnose und Therapie durch den Einsatz manueller Techniken. Mit Hilfe eines komplexen Gleichgewichtssystems

neigt der Körper zur Selbstregulierung oder Selbstheilung.

Der Körper besitzt die natürliche Eigenschaft, sich selbst zu schützen und verfügt über eigene heilende Kräfte. Er kann bis zu einem bestimmten Punkt die Ursachen einer Krankheit überwinden oder sich diesen zumindest anpassen. Die strukturelle und funktionelle Einheit des Körpers zeigt sich in den verschiedenen Geweben, deren Funktionen und Zusammenwirken.

Diese Einheit besteht:

mechanisch:
Zwischen Knochen, Gelenken und Muskeln.

zirkulatorisch:
Durch die arteriellen und venösen Blutbahnen, das Lymphsystem und die Gehirn-Rückenmarkflüssigkeit.

membranös:
Durch die Verbindungen zwischen Organen und Geweben aufgrund der umhüllenden und beschützenden Membranen.

neurologisch:
Durch die Nervenbahnen des zentralen und peripheren Nervensystems.

physiologisch:
Durch biochemische und elektro-physiologische Übertragungen zwischen Organen und Geweben.

Dieses Zusammenwirken befähigt den Körper, sich als Einheit selbst zu schützen und ins Gleichgewicht zu bringen. Der Osteopath versucht die Bewegungen der Strukturen zu verbessern, um damit deren Funktionen zu stimulieren und zu normalisieren.

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